Der Mensch lauscht seiner inneren Stimme in der Hoffnung, auf dem rechten Weg zu sein. Er nennt es Intuition, jenes feine Gespür, das ihn führen, bewahren, bestätigen soll. Und doch mischt sich in dieses Hören oft der Wunsch des Ichs: gesehen zu werden, sicher zu sein, Recht zu behalten.
Der Plan Gottes jedoch kennt keine Wünsche des Ichs. Er ist kein Echo persönlicher Erwartungen, kein Verstärker individueller Sehnsucht. Er ist Ausdruck des göttlichen Willens, klar, unbeirrbar, jenseits von Vorlieben und Ängsten.
Wahre Intuition entsteht dort, wo das Ich still wird.
Wo der Mensch nicht mehr fragt: Was will ich?
Sondern: Was will durch mich geschehen?
Wer auf die in ihm verborgene göttliche Kraft hört, lernt beiseitezutreten. Nicht aus Schwäche, sondern aus Hingabe. Nicht aus Aufgabe, sondern aus Erkenntnis. In diesem Zurückweichen des Persönlichen offenbart sich Führung – leise, kraftvoll, unbestechlich.
So wird Intuition zur heiligen Übereinstimmung mit dem Plan Gottes.
Und in dieser Übereinstimmung erfährt der Mensch das, was unveränderlich ist:
die absolute Wahrheit.
Einmal im Monat steht in einigen Städten ein offener Gesprächsabend für Mitglieder des Lectorium Rosicrucianum auf dem Programm, zu dem auch Interessenten willkommen sind – eine gute Gelegenheit, um mit Rosenkreuzern ins Gespräch zu kommen.
Die Sicht der Rosenkreuzer auf die Welt und die Menschheit bietet interessante und vielleicht auch ungewöhnliche Perspektiven.