SUCHEN

Die Kraft zur Verwandlung

Schmetterling - Sinnbild der Verwandlung
Schmetterling - Sinnbild der Verwandlung

Wer Weisheit sucht und sich nach dem Licht sehnt, wählt einen besonderen Weg, der sich schwer in Worte fassen lässt. Im Gespräch mit einem Freund tauchte dazu eine erstaunliche Analogie auf.

Es ging um die besondere Entwicklung des Schmetterlings auf seinem Weg von der kriechenden Raupe über die Verpuppung bis hin zum flugfähigen Schmetterling. Wenn diese Reihenfolge nicht bekannt wäre, dann wäre der kriechende Wurm nicht mit dem Schmetterling-Dasein in Beziehung zu setzen. Aber es gibt diese wunderbare Metamorphose.

Ein Freund hatte kürzlich etwas über die Verpuppung und die Verwandlung zum Schmetterling gelesen. Er erzählte, wie schwer es ist, wenn sich ein Falter anschickt, den Kokon zu knacken und den Weg ans Licht zu suchen. Aber die Eigenanstrengung lohnt sich und wird auch mit neuen Befähigungen belohnt.

Ohne Anstrengung keine Kraft

Es zeigt sich nämlich, wenn man einem Schmetterling bei der Befreiungsarbeit helfen will, zum Beispiel durch einen vorsichtigen Schnitt beim ersten Loch im Kokon, dass er dann zwar mit Leichtigkeit mit seinem zarten Körper ans Tageslicht gelangt, aber es fehlt die Eigenanstrengung. Er bleibt flügellahm, er kann die Flügel nicht ausbreiten. Warum?

Wenn er auf dem natürlichen Weg die vorgegebenen Hindernisse bewältigt, dann fließt die Lymphe als Kraft in seine Flügel. Er kann dann die Flügel ausbreiten und sich in das Luftelement erheben. An dieser Stelle kam der Freund auf die Analogie der menschlichen Entwicklung zu sprechen.

Ohne Probleme kein Wachsen

Denn auch dem Menschen treten bestimmte Probleme und Hindernisse im Leben in den Weg. Der Mensch muss diese im tieferen Sinn wahrnehmen. Daran können Menschen innerlich wachsen, können seelisch erstarken – und ebenfalls flügge werden. Der Freund hatte in diesem Zusammenhang einen trefflichen Vergleich zum Wünschen und Wollen des Menschen gelesen.

Der Vergleich besagt: Ich suchte Kraft, und Gott schickte mir Schwierigkeiten, durch deren Bewältigung ich Kraft gewann. Ich verlangte nach Weisheit, und Gott gab mir Probleme, die ich nur durch wachsende Intelligenz lösen konnte. Ich sehnte mich nach Liebe, und Gott schickte mir Menschen, die der Liebe bedurften. Es war also so: Nie bekam ich etwas, das meinen Wünschen entsprach. Dennoch bekam ich immer, was ich zur inneren Entwicklung benötigte.

Verwandte Themen

Weihnachten – die Geburt des Lichtes

Kein anderes Fest im Jahreskreis ist so mit Erwartungen belegt wie das Weihnachtsfest. Das wird verständlich, wenn man bedenkt, welch tiefes Mysterium damit verbunden ist.

mehr über "Weihnachten – die Gebu ..."

Vergebung - Rosenkreuzer sehen anders

„…und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern…“ Diese Zeile aus dem Vaterunser ist der Kern der Vergebung. Sie hat eine Tiefe, die sich erst beim gründlichen Überdenken erschließt.

mehr über "Vergebung - Rosenkreuz ..."