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Das ist unser Menschenbild


Der Mensch ist eine sterbliche Persönlichkeit mit einem unsterblichen göttlichen Kern.

Der Mensch ist ein Doppelwesen. Er ist von zweifacher Art – ein sterblicher Naturmensch und ein unsterbliches Ewigkeitswesen. Die Rosenkreuzer bekennen, dass der Mensch prinzipiell Anteil hat an zwei völlig unterschiedlichen Seinsebenen. Das irdische Daseinsfeld, die vergängliche Natur mit ihren beiden Hälften Diesseits und Jenseits, erlebt der Mensch während seines irdischen Lebens und nach dem Tod. Die göttliche Welt der Unsterblichkeit und Vollkommenheit ist ihm jedoch nur nach einer vollkommenen Wandlung, einer Transfiguration, zugänglich.

Fragen, die die Welt nicht beantwortet

Die wissenschaftliche Entwicklung der Neuzeit hat den Menschen gelehrt, sich seiner Abstammung nach als das höchstentwickelte Lebewesen zu betrachten. Der moderne Mensch hält das, was er sehen, messen oder nachvollziehbar darlegen kann, für seine existenzielle Lebenswirklichkeit. Zugleich setzt er sich immer wieder mit dem Übermenschlichen – Gott – dem Spirituellen – dem Geist auseinander. Von einer inneren Sehnsucht oder innerer Not getrieben, vollbringt er kulturelle, wissenschaftliche und künstlerische Höchstleistungen. Doch er bleibt unerfüllt, unerlöst: Seine unsterbliche Seele wirft Fragen in ihm auf, die nicht in diese Welt passen.

Wenn vom Menschen gesprochen wird, denken viele zunächst an den sichtbaren körperlichen Aspekt. Doch der Mensch ist ein komplexes, vielschichtiges Wesen. Er ist mit großen Möglichkeiten und Vermögen begabt, stellt vermeintlich die Krone der natürlichen Evolution dar. Aber er ist auf eine vergängliche Existenz ausgelegt und Krankheiten ausgesetzt, bis hin zum Tod. – Gleichwohl trägt er in sich einen unsterblichen göttlichen Kern, einen Geist-Funken. Darin liegt wie in einem Samenkorn die Anlage zum göttlichen Menschen beschlossen.

Eine Brücke zur Welt des Geistes

In seinem Innersten ist der Mensch ein Geist-Seelen-Wesen, das aus einer göttlichen Natur hervorgegangen ist. Es inkarniert in eine sterbliche Persönlichkeit, durch die es in der irdischen Welt in Erscheinung treten und sich ausdrücken kann. Mit dieser sterblichen Persönlichkeit vermag das Geist-Seelen-Wesen eine Brücke zur Welt des Geistes in sich selbst zu bauen.
So wird es möglich, dass der natürliche Mensch der göttlichen Wesenheit begegnen kann und sie erkennt. Es entsteht eine Verbindung zwischen dem Unsterblichen, dem Ewigen, und dem Vergänglichen.

Ein Prozess der Verwandlung kann beginnen  bis in jede Zelle hinein. Es entsteht etwas vollkommen Neues.

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